Gerechtigkeit im Betrieb

Haustarifvertrag fr Wrtsila Deutschland: Mehr Geld und freie Tage

(02.07.2019) Die Beschftigten von Wrtsil Deutschland sind nicht mehr auf das Wohlwollen des Arbeitgebers angewiesen: Ab sofort gilt ein Haustarifvertrag im Betrieb, der alle Arbeitsbedingungen tariflich absichert.

Von hinten links nach vorne rechts: Matthias Becker, Geschftsfhrer Wrtsil Deutschland GmbH, Thomas Scheffler, Betriebsrat Wrtsil Deutschland GmbH Hamburg, Beatrix Schtte, Betriebsratsvorsitzende Wrtsil Deutschland GmbH Geesthacht, Olaf Sagawe-Lembcke, IG Metall Tarifkommission und Mitarbeiter Wrtsil Deutschland GmbH Geesthacht, Klaus Bendlage, Director HR Germany Wrtsil, Oliver Schulz, Manager HR Wrtsil Deutschland GmbH, Mike Retz, Gewerkschaftssekretr IG Metall Region Hamburg, Matthias Schubert, Betriebsrats- und Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender Wrtsil Deutschland GmbH Hamburg. (Foto: Kerstin Krger)

Nach einem langen Verhandlungsprozess haben die Tarifparteien am 17. Juni 2019 ein Verhandlungsergebnis fr die Einfhrung eines Tarifvertragssystems bei Wrtsil Deutschland in Hamburg und Geesthacht erzielt. Fr die rund 230 Beschftigten wurden fnf Tarifvertrge abgeschlossen, die am 1. Juli in Kraft getreten sind und neben der Arbeitszeit, Entgelt und Weihnachts-und Urlaubsgeld auch die Mglichkeit regeln, ein Teil der Sonderzahlung in zustzliche freie Tage zu wandeln. Das Besondere: Alle Beschftigte unabhngig davon, ob sie in Schicht arbeiten, Kinder erziehen oder Angehrige pflegen knnen die tariflichen Freistellungstage beantragen.

Der lange Verhandlungsprozess habe sich gelohnt, sagt Matthias Schubert, Betriebsratsvorsitzender von Wrtsil Deutschland in Hamburg. "Wir haben jetzt alle Arbeitsbedingungen im Betrieb tariflich abgesichert. Aber das Wichtigste ist, dass wir fr Entgeltsteigerungen nicht mehr auf das Wohlwollen des Arbeitsgebers angewiesen sind, sondern es zusammen mit der IG Metall selbst in der Hand haben", so Schubert.

Durch die Einfhrung des Tarifvertrages erhalten zwei Drittel aller Beschftigten mehr Geld als zuvor. Die Differenz zwischen ihren bisherigen Entgelt und dem Tarifentgelt wird schrittweise abgebaut. Andere, die bereits eine gute Bezahlung ausgehandelt hatten, bekommen Bestandsschutz.

Neben der Heranfhrung bekommen alle Beschftigte ab dem 1. April 2020 eine Entgelterhhung von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die letzte Erhhung hat es am 1. April 2019 in Hhe von zwei Prozent gegeben.



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